Weiterbildung
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Weiterbildung Elias und Christoph
Wer im Job weiterkommen will, muss sich weiterbilden. Elias Steinmann und Christoph Durrer haben es mehrfach getan. Heute haben sie einen Job, der sie erfüllt.
Felsstürze und Murgänge führten in der Vergangenheit immer wieder zu Sperrungen der Axenstrasse. Mit schwerwiegenden Folgen für Anwohner, Pendler und Wirtschaft. Das soll nun bald vorbei sein. Dank der «Neuen Axenstrasse», bei der die Lötscher Tiefbau AG und die BS Zeier AG eine wichtige Rolle spielen. Ein Besuch vor Ort zeigt: Das Gelände ist steil. Steigungen von bis zu 45 Prozent müssen täglich überwunden werden. Und die Höhendifferenz zwischen dem tiefsten und höchsten Punkt der Baustelle beträgt 100 Meter. Nicht zu vergessen sind Auto- und Schienenverkehr, die möglichst nicht behindert werden sollen, was die Arbeit zusätzlich erschwert. Klar, dass für ein solches Megaprojekt nur ausgewiesene Fachleute in Frage kommen. So wie Bauführer Elias Steinmann (34) und Polier Christoph Durrer (36).

10 und 20 Jahre in der Firma
Elias kam nach seiner Maurerlehre sowie der Polierschule vor zehn Jahren zu Lötscher, wo er sogleich die Bauführer-Ausbildung in Angriff nahm. Seither ist er hier in dieser Funktion tätig. Fast doppelt so lange ist «Chregu» in der Firma. 2006 startete er bei Lötscher die Lehre als Strassenbauer. Vor einiger Zeit absolvierte er die Vorarbeiter- und Polierschule. Letzteren Titel trägt er nun schon seit 13 Jahren. An der Axenstrasse teilen sich die beiden ein Büro. Wenn Elias auf die Baustelle kommt, bleibt er oft den ganzen Tag, um nicht unnötig Zeit im Auto zu verlieren. In der Baracke kann er sich in Ruhe um die Baustellenorganisation kümmern. Und hier kann er mit Christoph die nächsten Schritte besprechen. Die beiden verstehen sich, pflegen einen respektvollen und konstruktiven Umgang miteinander. «Es ist viel wert, einen erfahrenen Polier auf der Baustelle zu haben, der weiss, wovon er redet, und dem man ansieht, dass er die Arbeit gerne macht», lobt Bauführer Elias. «Wir gehen auch mal zusammen Mittagessen, wo dann nicht nur immer über Geschäftliches geredet wird», ergänzt Christoph.
Dankbar für das Vertrauen
Die beiden sind mit der Arbeit wie auch mit ihrem Arbeitgeber sehr zufrieden. «Es ist schon cool, ein prestigeträchtiges Projekt wie die Axenstrasse leiten zu dürfen», sagt Elias. Auch Christoph schätzt, dass die Firma ihm grosses Vertrauen schenkt: «Wir bekommen millionenschwere Projekte in die Hand gelegt, das macht mich schon stolz.» Und es mache den Job unheimlich spannend, findet er. «Ich stehe immer noch jeden Morgen gerne auf», gibt er unumwunden zu. Dafür sind sie dankbar. Auch dafür, dass Lötscher ihnen bei allen Aus- und Weiterbildungen volle Rückendeckung gewährte. «Wenn ich fachlich irgendwo anstand, konnte ich jederzeit beim Polier, Bauführer oder sogar bei der Geschäftsleitung nachfragen», erinnert sich Elias. Auch in finanzieller Hinsicht werden Weiterbildungswillige bei Lötscher unterstützt.
Talent-Management
Das grosse Engagement der Lötscher Tiefbau AG in der Nachwuchsförderung kommt nicht von ungefähr. «Wegen des FAR verlassen viele Fachkräfte schon mit 60 den Arbeitsmarkt», erklärt Geschäftsführer Kurt Furrer: «Dadurch geht eine Menge Know-how verloren.» Den dringend benötigten Nachschub von extern hereinzuholen, ist für ihn keine Option. «Per Inserat einen Polier oder Vorarbeiter zu suchen, ist in der Regel wenig ergiebig.» Aus diesem Grund wurde bei Lötscher eine Art Talent-Management eingeführt. Das heisst: Die Mitarbeitenden werden vom ersten Tag der Lehre an aufmerksam beobachtet. «Wer gut arbeitet, wird speziell gefördert und zu einer Weiterbildung motiviert», so Kurt Furrer. Dass die Weiterzubildenden oft für längere Phasen im Betrieb fehlen, nimmt er dabei gerne in Kauf. «Die Abwesenheit kompensieren sie mit guten Leistungen und zusätzlichem Know-how, von dem wir als Firma letztlich stark profitieren.»
Unterschiedliche Zukunftspläne
Wie geht’s nun weiter für Elias Steinmann und Christoph Durrer? Elias startete im November 2025 mit der Baumeisterschule. «Gemacht ist gemacht», sagt er entspannt, wohl davon ausgehend, dass er es mit 50 kaum noch machen würde. Wohlwissend aber auch, dass jede Weiterbildung neue Perspektiven eröffnet. «Vielleicht besteht ja mal die Option, irgendwo einen bestimmten Geschäftszweig zu übernehmen.» Für Christoph wäre die nächste Stufe auf der Karriereleiter eigentlich der Bauführer, doch seine aktuelle Tätigkeit als Polier gefällt ihm immer noch ausgezeichnet. «Die Arbeit draussen mit meinem Team ist genau auf mich zugeschnitten.» Hier habe er Organisation, Administration, aber auch viel Baustellenluft. «Ich liebe es, wenn ich zwischendurch mal eine oder zwei Stunden im Bagger sitzen kann.» Heisst aber nicht, dass das Thema Weiterbildung für ihn ad acta gelegt ist. In den letzten Jahren besuchte er regelmässig Kurse am Campus Sursee. Und im Februar hat Christoph die Sprengprüfung bestanden. Herzliche Gratulation!