Projekt Eggen
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Ein Lötscher-Gemeinschaftswerk
Das gab es noch nie: Bei der Wohnüberbauung Eggen in Luzern waren alle FIrmen der Lötscher Plus Gruppe involviert. Ein klarer Vorteil für die Bauherrschaft, die dadurch nur einen Ansprechpartner hatte.
Im Luzerner Büttenen-Quartier realisiert Allreal auf einem 8400 m² grossen Grundstück die Wohnüberbauung Eggen mit 73 Eigentumswohnungen. Das Spezielle daran: Alle Unternehmen der Lötscher Plus Gruppe standen hier im Einsatz. In einem ersten Schritt war das Rückbau-Team der Lötscher Tiefbau AG gefragt. Die Aufgabe bestand darin, drei Mehrfamilienhäuser und ein pavillonähnliches Gebäude zurückzubauen. Dies gelang innert kürzester Zeit. Die damit verbundene Asbestsanierung, die sich über vier Wochen erstreckte, wurde von der Alltec Plus AG durchgeführt.

Umfangreiche Baugrubensicherung
Der Aushub, ebenfalls durch die Lötscher Tiefbau AG, fand zu einem grossen Teil in felsigem Untergrund statt. Das Felsmaterial wurde vor Ort gebrochen und nach Möglichkeit direkt wiederverwendet. Für den Abtransport des restlichen Aushubmaterials sorgte die Lötscher Logistik AG. In einer ersten Aushubphase war die BS Zeier AG für die Baugrubensicherung zuständig. Aufgrund der maximalen Tiefe von 14 Metern waren mehrere Lagen erforderlich, die jeweils mit Selbstbohrankern und Gunitwänden gesichert wurden. Meistens standen zwei Gunit-Teams und ein bis zwei Bohrteams gleichzeitig im Einsatz.
Neues Magerbeton-Rezept
Bei den Erdsondenbohrungen für die geothermische Nutzung kam dann die Johann Bohrtech AG zum Zug. Insgesamt 25 mal 320 Meter und 4 mal 280 Meter Sonden wurden in den Fels verbracht. Hinzu kamen die Zuleitungen und Schächte für die Sammelanschlüsse der Erdsonden. Beim Einbau der Magerbetonsohle für die beiden Häuser entschied sich der Bauführer für eine Neuerung: So bestand der Magerbeton zu 80 Prozent aus Mischabbruch und wurde mit einer Betonpumpe sehr effizient eingebaut. Das neue Rezept bewährte sich.
Papierlose Baustelle
Eine Besonderheit war zudem die digitale Planung. Durch die elektronische Bauweise gemäss BIM (Building Information Modeling) konnte der Auftrag «Eggen» komplett papierlos ausgeführt werden. Der Maschinist erhielt die GPS-Daten auf seinen Bildschirm und konnte somit millimetergenau umsetzen, was der Ingenieur vorgab. Dennoch gab es in diesem komplexen Projekt auch einige Herausforderungen zu meistern. Da sich phasenweise zahlreiche Bagger, Bohrgeräte und «Büezer» in der Baugrube befanden, musste man beispielsweise darauf achten, sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen. Alles in allem schritten die Arbeiten aber zügig voran. Was zweifellos zum guten Gelingen beitrug: Die unkomplizierte Kommunikation, die kurzen Entscheidungswege und der tolle Einsatz aller Mitarbeitenden. So konnte die Baugrube diesen Sommer pünktlich dem Hochbauer übergeben werden. Im Herbst 2027 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein.